Willkommen bei unseren Demokratieprojekten

Die vielfältige Thüringer Kulturlandschaft sieht sich aktuell großen Herausforderungen gegenüber. Nationalpopulistische Kräfte versuchen Diskussionen über Globalisierung und Identität zu nutzen, um über Begriffe wie Heimat und Kultur Deutungshoheit zu erlangen.

Das Projekt PARTHNER im Kulturrat Thüringen trägt dazu bei, die Potentiale seiner Mitgliedsverbände und weiterer Kulturakteure aller Sparten zu aktivieren, um Angriffe auf Vielfalt, Unabhängigkeit und Freiheit der Kultur abzuwenden. 

Auch für das Themenjahr "Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen" unterstützt das Projekt PARTHNER Akteure vor Ort. Wer sich für jüdisches Leben und Geschichte interessiert und wer jüdische Kultur besser kennen lernen möchte, kann dies im jüngsten Kulturrat-Projekt "hier zuhause? 900 Jahre jüdische Geschichte(n) in Thüringen" tun.

Die Thüringer Kulturakteure, Kooperationspartner und Mitglieder des Kulturrates sind herzlich eingeladen, die vielfältigen Angebote des Projekts PARTHNER, wie Beratungen, Ausbildungen für Multiplikator*innen sowie Begleitung von Mikroprojekten, im eigenen Verein / der eigenen Initiative zu nutzen.

Das Projekt-Akronym PARTHNER formuliert bereits die wesentlichen Projektziele:
„Mehr Partizipation in Thüringen – Nachhaltige Entwicklung ohne Ressentiments“.

Zur Umsetzung dienen Beratungsangebote und Formate der kulturellen und politischen Bildung. Die Beratungskompetenz für Mitgliedsverbände des Kulturrats Thüringen und anderen Kultureinrichtungen wird erweitert. Vielfalt und Freiheit in Kunst und Kultur werden unterstützt, Demokratie und Teilhabe werden gefördert.

Das Projekt PARTHNER startete 2013 in Trägerschaft unseres Mitgliedsverbandes Heimatbund Thüringen. Zum 1.1.2020 wechselte das Projekt PARTHNER zum Kulturrat Thüringen. Hierdurch erweitert sich der Wirkungsbereich deutlich.

Seit dem Projektstart in 2013 wurden rund 30 VEREINS-PARTHNER*innen ausgebildet und begleitet. Für eine weltoffene Heimatpflege haben wir Prozesse im ländlichen Raum in Modellregionen vor Ort verbessert sowie vielfältige Hilfestellung bei Demokratiebildung durch Ausstellungen, Organisieren von integrativen Gesprächen in Bewegung, Angeboten der Spaziergangswissenschaften, Öffentlichkeitsarbeit sowie Mundartpflege und nicht zuletzt der eigenen Vereins- bzw. Verbandsentwicklung gegeben.